Die digitale Welt verändert viel

Manche Akten und Papiere sind sehr alt. Sie können leicht kaputt gehen. Thorsten Austermann sagt: Sie müssen vorsichtig sein. Fassen Sie die alten Sachen behutsam an.

Das Stadt-Archiv von Rietberg – was macht es?

Die Stadt Rietberg hat eine lange Geschichte.
Früher war sie eine Grafschaft.
Manchmal war sie sogar Landeshauptstadt.
Viele alte Dokumente beweisen das.
Diese Dokumente bewahrt das Stadt-Archiv auf.

Im Archiv gibt es viel mehr als nur Urkunden.
Die älteste Urkunde ist von 1413.
Es gibt auch Akten aus dem 16. Jahrhundert.
Dazu kommen Bücher und Register.
Thorsten Austermann sagt: Wir bewahren die Geschichte.
Er arbeitet nicht nur im Keller.
Sein Beruf ist sehr abwechslungsreich.

Thorsten Austermann ist Historiker.
Er hat sich für die Arbeit im Archiv weitergebildet.
Seine Kollegin Luisa von Fürstenberg hat eine Ausbildung gemacht.
Sie ist Fachangestellte für Medien und Infos.
Sie wollte immer mit Geschichte arbeiten.
Aber sie wollte auch etwas Praktisches machen.
Die Arbeit im Archiv passt gut zu ihr.

Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich.
Dokumente müssen vorbereitet werden.
Sie werden registriert und sortiert.
Dann kommen sie ins Archiv.
Die Dokumente sollen für alle da sein.
Man prüft auch, ob sie noch gut sind.
Papier-Dokumente werden eingescannt.

In den letzten 10 Jahren wurden 5000 Akten gescannt.
Das sind etwa 307000 Seiten.
Die Dateien brauchen 5,2 TB Speicher.
Noch müssen 14000 Akten gescannt werden.
Das dauert noch sehr lange.
Thorsten Austermann wird das nicht mehr schaffen.
Ein Dienstleister scannt die Akten.
Aber die Vorarbeit machen die Archivare.
Sie entfernen Metall und Kunststoff.
Das schadet sonst dem Papier.

Immer kommen neue Akten dazu.
Die Stadtverwaltung gibt alte Akten ab.
Die Archivare entscheiden: Sind sie wichtig?
Nur 5 bis 10 von 100 Akten bleiben.

Wichtig sind Akten nur für die Stadt-Geschichte.
Das gilt auch für Dinge von anderen.
Oft bekommen sie alte Zeitungen oder Fotos.
Aber nicht alles ist wichtig.
Das Archiv hat nicht genug Platz.
Thorsten Austermann sagt: Wir können nicht alles behalten.

Das Archiv hat zwei Räume mit Regalen.
Die Regale sind zusammen 220 Meter lang.
Die Akten liegen in Kartons.
Es ist immer 18 Grad warm.
Die Luft ist etwas feucht.
So bleiben die Dokumente lange gut.
Man muss auch Staub und Schimmel vermeiden.

Die größte Aufgabe ist die Digitalisierung.
Früher gab es nur Papier.
Man konnte es einfach lesen.
Aber heute gibt es CDs und Disketten.
Man braucht Geräte, um sie zu lesen.
Viele Geräte gibt es nicht mehr.
Zum Beispiel für alte Disketten oder Videos.

Früher nutzte man Karteikästen.
Heute gibt es Datenbanken.
Archivare müssen viel über Computer wissen.
Sie müssen die Daten sicher speichern.
So bleibt die Geschichte für die Zukunft erhalten.

Das Archiv hilft allen Menschen.
Manche suchen Infos für die Familie.
Andere sind Anwälte oder Gerichte.
Sie brauchen zum Beispiel Sterbe-Daten.
Das Archiv prüft und bestätigt die Daten.

In der Pandemie suchten viele nach ihrer Familie.
Das Archiv half dabei.
Thorsten Austermann sagt: Das macht die Arbeit spannend.

  • Zuerst nimmt Luisa von Fürstenberg die Akten. Sie entfernt alle Metall-Teile mit der Hand. Zum Beispiel Heft-Klammern. Metall schadet dem Papier nach langer Zeit.
  • Foto: Stadt Rietberg
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