
Der Bürgermeister und der Kämmerer sagen:
Es gibt ein Defizit von 7,9 Millionen Euro.
Die Stadt Rietberg braucht neue Kredite.
Denn sie will viel Geld ausgeben.
Die Steuern werden wohl höher.
Das steht im Haushalts-Plan für 2026.
Bürgermeister Andreas Sunder und Kämmerer Florian Kapp
haben den Plan dem Stadtrat gezeigt.
Die Politiker im Stadtrat sind neu.
Sie prüfen die Zahlen genau.
Sie machen Vorschläge für Änderungen.
Ende Januar ist die Entscheidung.
Bis dahin gibt es 9 Sitzungen.
Dort wird über den Haushalt gesprochen.
Die Stadt arbeitet schon lange an dem Plan.
Sie will weniger Geld ausgeben.
Und mehr Geld einnehmen.
Über 100 Maßnahmen gibt es dafür.
90 davon hat der Stadtrat beschlossen.
Das spart 2,7 Millionen Euro.
Trotzdem fehlen 7,9 Millionen Euro.
Die Stadt gibt 96,3 Millionen Euro aus.
Aber sie nimmt nur 88,4 Millionen Euro ein.
Bürgermeister Sunder sagt:
Es war gut, früh mit dem Sparen zu beginnen.
Sonst wäre die Lage noch schlimmer.
Vor der Wahl im September hat er gewarnt.
Er hat gesagt: Es gibt weniger Geld.
Vielleicht müssen die Steuern steigen.
Das war seit 2016 nicht mehr so.
Jetzt wird über die Höhe gesprochen.
Sunder und Kapp schlagen vor:
Die Steuern sollen so hoch sein
wie der Vergleichs-Wert in NRW.
- Gewerbe-steuer: 421 von Hundert.
Bisher waren es 414. - Grund-steuer A für Felder und Wälder:
371 von Hundert.
Bisher waren es 294. - Grund-steuer B für Häuser und Grundstücke:
639 von Hundert.
Bisher waren es 596.
Der Kämmerer hofft auf fast 1 Million Euro mehr.
Das ist mehr als im Plan für 2025.
Es gibt eine gute Nachricht.
Die Stadt muss keinen strengen Spar-Plan machen.
Sonst müsste der Kreis Gütersloh helfen.
Viele Städte in NRW müssen das.
In Rietberg ist das vorerst nicht nötig.
Sunder und Kapp nennen Gründe für die Probleme:
- Die Stadt muss 36 Millionen Euro an den Kreis zahlen.
Darin sind höhere Sozial-Ausgaben enthalten. - Ab Sommer hat jedes Grundschul-Kind Recht auf Betreuung.
Dafür braucht Rietberg viel Geld. - Die Gewerbe-steuer ist die wichtigste Einnahme.
2024 gab es einen Rekord: 37,1 Millionen Euro.
Jetzt wird weniger erwartet.
2025 reichen 33,5 Millionen Euro nicht. - Die Stadt will 38 Millionen Euro ausgeben.
Zum Beispiel für die Schule und ein Feuerwehr-Haus.
Dafür nimmt sie 16 Millionen Euro Kredit auf.
Auch für die Verwaltung braucht sie 12 Millionen Euro Kredit.
Die Zinsen werden höher.
Die Schulden für alte Kredite sind 94 Millionen Euro.
Jeder Bürger in Rietberg hat 2405 Euro Schulden.
Das ist dreimal so viel wie im Kreis Gütersloh.
Sunder sagt: Rietberg hat nicht zu viel ausgegeben.
Die Investitionen waren nötig.
Zum Beispiel für das neue Gymnasium.
Viele Städte in NRW haben ähnliche Probleme.
Auch sie haben kein Geld mehr übrig.
Rietberg hat 2028 vielleicht kein Geld mehr.
Die Städte in NRW haben zu wenig Geld.
Der Bund gibt 13,3 Millionen Euro extra.
Das ist für 12 Jahre.
Sunder sagt: Das ist ein bisschen Hilfe.
Aber es löst das Problem nicht.
Bund und Land müssen mehr tun.

