Asyl-Bewerber bezahlen bald am Computer

Jemand legt einen 50-Euro-Schein auf den Tisch.
Daneben liegt eine schwarze Visa-Karte.

In Rietberg gibt es bald eine neue Bezahl-karte.
Die Karte ist für Asyl-bewerber.

Die Stadt Rietberg führt eine Bezahl-karte ein.
Das hat der Stadt-rat beschlossen.
Das Geld für Asyl-bewerber kommt nicht mehr bar.
Das Geld kommt auch nicht mehr auf ein Bank-konto.
Das Geld wird auf die Bezahl-karte geladen.
Die Karte funktioniert wie eine Bank-karte.
Bürger-meister Sunder sagt: Das ist ein Schritt zur Digitalisierung.

Alle erwachsenen Asyl-bewerber bekommen die Karte.
In Rietberg sind das etwa 180 Personen.
Die meisten Menschen aus der Ukraine, Afghanistan und Syrien bekommen die Karte nicht.
Die Karte ist nur für Asyl-bewerber im Verfahren.
Oder für abgelehnte Asyl-bewerber.
Anerkannte Flüchtlinge bekommen die Karte nicht.
Mit der Karte kann man in vielen Geschäften bezahlen.
Die Geschäfte müssen Visa-Karten akzeptieren.
Im Ausland kann man mit der Karte nicht bezahlen.
Überweisungen und Online-Käufe sind begrenzt möglich.

In der ersten Aufnahme bekommen Asyl-bewerber 204 Euro.
Das Geld ist für persönliche Dinge.
Sie bekommen ein Bett und Essen.
Wenn sie in eine eigene Wohnung ziehen, bekommen sie mehr Geld.
Allein-stehende bekommen etwa 440 Euro.
Der Betrag ist für Familien anders.
Das Geld für Kinder kommt auf die Karte von einem Eltern-teil.

Jede Person kann bis zu 50 Euro im Monat abheben.
Manche Geschäfte nehmen die Karte noch nicht.
Zum Beispiel Trödel-märkte oder Läden von der Caritas.
Dort kann man nur bar bezahlen.

Die Stadt-verwaltung muss sich umstellen.
Die Abteilung für Jugend, Soziales und Wohnen macht die Arbeit.
Am Anfang ist der Aufwand größer.
Später wird die Arbeit leichter, sagt Abteilungs-leiter Wilfried Dörhoff.
Bis Ende des Jahres bekommen alle ihre Karte.

Die Stadt will mehr digital machen.
Die Stadt will keine Überweisungen ins Ausland.
Darum gibt es die Bezahl-karte.

Bisher bekommen viele Asyl-bewerber ihr Geld auf ein Konto.
Einige bekommen das Geld per Scheck.
Die Schecks gibt es bald nicht mehr.
Stattdessen wird das Geld auf die Karte geladen.