Tourismus

Schöne Stadt an der Ems

Herzlich Willkommen im staatlich anerkannten Erholungsort Rietberg! Entdecken Sie unsere Stadt, ob Jung oder Alt, ob sportlich oder eher beschaulich, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Gönnen Sie sich ein paar Tage Urlaub in unserer DEKRA-zertifizierten „Wohlfühlstadt“, ganz nach Ihren Wünschen!

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Die Stadt Rietberg hat eine lange, geschichtsträchtige Vergangenheit, u. a. als Grafschaftsresidenz und Landeshauptstadt. Besuchen Sie unsere schöne Stadt an der Ems mit den sieben Stadtteilen Bokel, Druffel, Mastholte, Neuenkirchen, Rietberg, Varensell und Westerwiehe. Erleben Sie den Gartenschaupark Rietberg (Landesgartenschau 2008) mit seinen vielfältigen Spiel-, Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten für die ganze Familie und erholen sich vom Stress des Alltags. Spannen Sie einfach nur aus oder werden Sie aktiv und nutzen die vielfältigen Freizeitangebote.

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Stadtgeschichte Rietberg


„Rietberg, siebenmal sympathisch“, so lautet der Slogan für unsere Stadt, der im Rahmen des Projektes Stadtmarketing erarbeitet wurde. Er löst damit den alten Slogan ab, der bisher lautete „Rietberg, die Stadt der schönen Giebel“.

Verwies das alte Motto auf den reichen Bestand an Fachwerkhäusern der attraktiven historischen Altstadt Rietbergs, so unterschlug es aber gleichzeitig, daß Rietberg seit der Gebietsreform von 1970 nicht mehr nur aus seiner Kernstadt, der ehemaligen gräflichen Landeshauptstadt Rietberg, besteht, sondern durch Eingemeindung heute aus insgesamt sieben, wenn auch unterschiedlich großen, so doch prinzipiell gleichberechtigten Stadtteilen gebildet wird.

Trägt nun das heutige Motto „siebenmal sympathisch“ dieser Vielfalt und Vielgliedrigkeit Rietbergs Rechnung, so blendet es aber gleichzeitig die geschichtliche Dimension aus, die ja zweifellos zur Unverwechselbarkeit und zum Selbstverständnis der Bürger unserer Stadt gehört. Darf diese geschichtliche Bedeutung im neuen Stadtslogan einfach fehlen?

Es ist wahrlich schwer, den besonderen Charakter einer Stadt in wenige Worte zu fassen und auf eine griffige Formel zu bringen. Etwas mehr Raum steht hier zur Verfügung, um die ehemalige Grafschaftsstadt von ihrer geschichtlichen Seite her ein wenig näher zu beleuchten.

Dabei sind zunächst einige Fragen zu beantworten. Als erstes: Seit wann gibt es Rietberg überhaupt? Und weiter: Wie kommt es zu den genannten sieben Stadtteilen? Und: War Rietberg ursprünglich eine Stadt? War es ein Land oder was war es sonst? Was ist gemeint, wenn in Gesprächen, wenn in der Presse oder in der Literatur bis heute gelegentlich vom „Rietberger Land“ die Rede ist?

Als erstes die Burg: Von Rietbike nach Rietberg

_1__Merian_Stich_InternetZunächst einmal: Rietberg hieß nicht immer Rietberg. Im Mittelalter, um 1100, hieß es zunächst einmal Rietbike (Was etwa bedeutet: „Bach mit Schilfrohr und Riedgras“, wobei „Ried“ eben das Schilfgras meint und „Bike“ auf den dazu gehörigen Bach verweist). Der Name „Rietbike“ hob also wichtige Elemente der hiesigen, von Bächen durchzogenen, sumpfigen Emslandschaft hervor. Der Namenswandel von Rietbike zu Rietberg vollzog sich bis zum Jahre 1237 und ist mit der dauerhaften Errichtung eines „festen Hauses“, also einer Burganlage, als Sitz für das neu begründete Grafenhaus Rietberg zu erklären. „Berg“ bedeutet hier also nicht eine Hügelerhebung, sondern „Berg“ meint hier (wie in den meisten ortsbezogenen Namensbeispielen dieser Zeit) eine Burg. Es wird sprachlich von „bergen“ ( = „schützen“ oder „Schutz suchen“) abgeleitet. Der Name „Rietberg“ bedeutet also frei übersetzt: Burg im Sumpf- oder Schilfgras.

An diesen landschaftlichen Entstehungszusammenhang Rietbergs erinnert der Brunnen vor der Stadtverwaltung, Rügenstraße 1, den der heimische Künstler Johannes Niemeier aus Druffel im Jahre 1989 aus Anlaß des 700jährigen Stadtjubiläums von Rietberg geschaffen hat.

Aber anfangs war Rietberg noch keine Stadt. Rietberg war zunächst nur der Name einer Burg, die schon im 11. Jahrhundert als eine gegen Paderborn ausgerichtete Grenzburg der Grafen von Werl-Arnsberg errichtet worden sein muss.

Rietberg, die Grafschaft

Allerdings war die Burg Rietberg, die ihren Standort im Knick der Ems auf dem Gelände des ehemaligen Franziskanerklosters hatte, der Ausgangspunkt für die weitere Besiedlung. Handwerker und Kaufleute gediehen im Schatten der Burg, und später folgte dann auch die planvolle Anlage einer befestigten Stadt, deren damalige Hauptstraße die heutige Rügenstraße war. Zu der Stadt mit dem Namen Rietberg kam es aber erst, als sich durch Erbteilung der Arnsberger Graf Konrad selbständig machte und im Jahre 1237 sein vom sauerländischen Arnsberg aus nördlich der Lippe gelegenes Gebiet zu einem eigenständigen Territorium erklärte. Graf Konrad nannte sich nach seiner Burg an der Ems von da an „Graf von Rietberg“.

Damit ging der Name Rietberg von der Burg auf das von nun an hier ansässige Grafenhaus über, weiterhin auf die im Schatten der Burg angelegte Stadt und schließlich aber auch auf das gesamte Land des Grafen, nämlich die Grafschaft, über. Der Name „Rietberg“ hatte im Mittelalter demnach immer vier Bedeutungen 1. die Burg, 2. das Grafenhaus, 3. die Landeshauptstadt und 4. das Land.

bild3Der Name Rietberg wurde also auch der dynastische Familienname für das gräfliche Herrscherhaus. Die Landesherren nannten sich die „Grafen von Rietberg“, so z. B. Otto Graf von Rietberg, Johann Graf von Rietberg usw. Für viele in früheren Zeiten aus Rietberg ausgewanderte Menschen ist der Herkunftsort Rietberg ebenfalls zum Familiennamen geworden. Allsommerlich kommen immer wieder Besucher mit dem Namen Rietberg insbesondere aus Süddeutschland oder auch aus den Niederlanden in unsere Stadt, um ihren westfälischen Ursprüngen nachzuforschen.

Rietberg war also seit dem 13. Jahrhundert die Landeshauptstadt eines eigenständigen deutschen Territoriums, das allerdings sehr klein war. Die Grafschaft Rietberg umfasste etwa ein Gebiet von ca. 215 km². Das Staatsgebiet erstreckte sich von Schloß Holte/Liemke im Norden bis nach Mastholte im Süden. Im Osten grenzte es an das Fürstbistum Paderborn, im Westen an das zum Fürstbistum Osnabrück gehörende Amt Reckenberg mit seiner bischöflichen Verwaltung auf dem Reckenberg in Wiedenbrück. Vereinfacht gesagt umfasste die Grafschaft, also das Land Rietberg, bis zu seinem staatlichen Ende im Jahre 1807 das Gebiet der heutigen Stadt Rietberg, der heutigen Gemeinde Verl und eines kleinen Teils der heutigen Gemeinde Schloß Holte-Stukenbrock.

Rietberg, die gräfliche Landeshauptstadt

marke-70_1Im Mittelalter zählte die Landeshauptstadt Rietberg zwischen 800 und 1.000 Einwohner, während man in der ganzen Grafschaft vielleicht auf insgesamt 5.000 Seelen, wie man das damals nannte, oder Untertanen des gräflichen Hauses Rietberg kam. Im Vergleich dazu kommt das ehemalige Staatsgebiet Rietberg heute allein mit der Gemeinde Verl (24.800 E.) und der Stadt Rietberg (rund 30.000 E.) schon auf das Zehnfache, nämlich gut 54.600 Einwohner.

Die Grafschaft Rietberg war im Mittelalter wirklich ein sehr kleines Land, das aber ungeachtet seiner geringen materiellen Basis über eigenes Militär, über eine eigene Währung und über eine eigene Gesetzgebung verfügte und im gewissen Rahmen auch eine eigenständige Außenpolitik betrieb. Rietberger Münzen wurden bis zum 17. Jahrhundert in der danach benannten Müntestraße in Rietberg geprägt. Die Landesregierung hatte bis zum 18. Jahrhundert ihren Sitz auf dem Schloß Rietberg, das etwa Mitte des 14. Jahrhunderts im morastigen Sumpfgebiet 1 km südlich der Stadt, Richtung Delbrück, errichtet worden war.

kapelle-75_1Da man das Schloß Rietberg zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht mehr benötigte, wurde es, und das ist vor allem in touristischer Hinsicht bedauerlich, im Jahre 1803 abgebrochen. Heute erinnern nur noch Reste der alten Wallanlagen an das ehemals gräfliche Schloß. Innerhalb der alten Schloßwälle befindet sich heute das Gut Rietberg. Erhalten blieb dagegen die gräflich gestiftete, im Jahre 1748 geweihte Johanneskapelle an der ehemaligen Schloßauffahrt an der Delbrücker Straße. Als einer der bedeutendsten spätbarocken Zentralbauten in Westfalen stellt die Johanneskapelle zweifellos das herausragendste Baudenkmal auf dem heutigen Stadtgebiet von Rietberg dar. Die Kapelle ist dem vor allem in Süddeutschland sehr populären böhmischen Brückenheiligen St. Johannes von Nepomuk geweiht, der seit dem 18. Jahrhundert als Patron der Grafschaft Rietberg verehrt wurde.

luftbild_1Die Stadt Rietberg war die Landeshauptstadt, und sie war gleichzeitig aber auch schon die einzige Stadt innerhalb der ganzen Grafschaft Rietberg. Damit war die Stadt ein aus dem Land in besonderer Weise herausgehobener Bereich relativer bürgerlicher Freiheit und städtischer Selbstverwaltung. Für diese besondere bürgerliche Freiheit steht symbolisch bis heute das Historische Rathaus von 1805, das als eines der schönsten Rathäuser in Westfalen gilt. Während sich die Bürger der Stadt Rietberg in Jahrhunderte der, wie es heißt, „freimachenden Stadtluft“ erfreuen konnten, waren die Rietberger Eingesessenen auf den Höfen in den Bauerschaften, die in etwa mit den heutigen Stadtteilen der Stadt Rietberg gleichzusetzen sind, Eigenbehörige des Grafen und unterstanden damit als Unfreie der Weisung und Rechtsprechung ihres Landesherren.

stadtviertel-75Eine Stadtmauer hat Rietberg wohl nie gehabt. Die Ems und ein von ihr umflossener Umflutgraben schützten gemeinsam mit einem aufgeschütteten Erdwall mit einer aufgesetzten Planken- und Palisadenbefestigung die Stadt. Bis heute blieb der inzwischen denkmalgeschützte bemerkenswert geschlossene Grundriß des Historischen Stadtkerns mit einem großen Teil der Fachwerkhäuser erhalten. Die vom ehemaligen Nord- bis zum Südtor führende Rathausstraße, die Rügen- und die Müntestraße teilen den historischen Stadtkern in vier etwa gleich große Viertel. Diese Stadtviertel bildeten bis zur Neuzeit die Grundlage für Einwohnerzählungen, Steuererhebungen und Ratswahlen. Sie waren die unterste Verwaltungs- und Gerichtsebene der Stadt.

Im Mittelalter standen den städtischen Räten zwei anfangs gleichberechtigte Bürgermeister gegenüber. In der Verantwortung des Lohnherrn lagen die Stadtfinanzen. Vier Deputierte repräsentierten die einzelnen Stadtviertel. Heute gibt es in Rietberg einen hauptamtlichen Bürgermeister und zwei ehrenamtliche Stellvertreter, die städtischen Finanzen obliegen dem Kämmerer, und die mittelalterlichen Deputierten der vier Stadtviertel können wir in etwa in den heutigen Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern der sieben Stadtteile wiederfinden.

Rietberg, siebenmal sympathisch

Ganz unabhängig davon, in welchem der heutigen sieben Stadtteile Rietbergs Sie leben, den Spuren des gemeinsamen geschichtlichen Werdens und Wachsens, erst unter dem Dach der Grafschaft Rietberg, dann unter dem des preussischen Amtes Rietberg und heute innerhalb der gemeinsamen Stadt Rietberg, diesen Spuren und bis heute wirksamen Momenten des Geschichtlichen können Sie tagtäglich nahezu überall begegnen. Auch das weit verbreitete Bewußtsein der hier lebenden Bürgerinnen und Bürger für die Geschichtlichkeit der Gegenwart werden Sie in allen Stadtteilen erfahren können – oder erfahren es bereits. Denn dieses Bewusstsein ist längst nicht auf den Historischen Stadtkern Rietbergs beschränkt.

Der Name Rietberg, ob die ehemalige Burg, die ehemalige Grafschaft oder die heutige Stadt gemeint ist, steht überall und insgesamt für eine ganz bedeutsame Vergangenheit. Denn Modernität und Geschichtsbewußtsein zeigt Rietberg heute allerorten. Das macht es uns ja so sympathisch – und das gleich siebenmal.

Zur Befestigungsanlage der Stadt

Zur Geschichte der Befestigung der ehemaligen Grafschaftsstadt an der Ems
von Manfred Beine

Der Ausbau der ehemaligen Rietberger Stadtwälle zu attraktiven Promenaden und Grünzonen rund um den historischen Stadtkern von Rietberg hat das Interesse für die Gestalt, die Bauweise und den Umfang der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Befestigungsanlagen der ehemaligen Landeshauptstadt geweckt.

Stadtgeschichte der Rietberger Ortsteile

Erst Bauerschaften, dann Landgemeinden, heute Stadtteile

grundrisskarte_01Die Stadtteile der Stadt Rietberg setzen historisch betrachtet die Tradition der Bauerschaften und Kirchdörfer der ehemaligen Grafschaft Rietberg fort. Außer der Landeshauptstadt Rietberg bestand die Grafschaft aus insgesamt 12 Bauerschaften. Von diesen bilden die 5 ehemaligen nördlichen Bauerschaften Bornholte, Liemke, Oesterwiehe, Sende und Verl die heutige Gemeinde Verl und einen Teil von Schloß Holte-Stukenbrock, während aus den sieben südlichen alten Bauerschaften Bokel, Druffel, Mastholte, Moese, Neuenkirchen, Varensell und Westerwiehe im Verbund mit der ehemaligen Landeshauptstadt Rietberg die heutige Stadt Rietberg entstanden ist.

Der Zusammenschluß zur Großgemeinde Rietberg im Zuge der kommunalen Neugliederung im Jahre 1970 hatte damals in vorbildlicher Weise auch alle historischen Argumente auf seiner Seite. Verbindet die Stadtteile doch eine seit dem 13. Jahrhundert währende Tradition der Zusammengehörigkeit unter dem Dach der Grafschaft Rietberg. Diese Tradition fand auch nach der Aufhebung der Grafschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der Zeit der Zugehörigkeit Rietbergs zum Königreich Preußen ihre konsequente Fortsetzung. Denn in der Preußenzeit waren aus den ehemals gräflichen Bauerschaften lauter selbständige Landgemeinden geworden, die dann im Jahre 1843 zu dem so genannten Amt Rietberg mit der gemeinsamen Amtsverwaltung in Rietberg zusammengeschlossen wurden.

Das 1843 gebildete Amt Rietberg sollte dann beinahe 130 Jahre, nämlich bis zur kommunalen Neugliederung des Jahres 1970 Bestand haben. Nahezu unverändert gingen bei der Neugliederung dann die alte Grafschaftsstadt Rietberg und die sieben amtsangehörigen Landgemeinden Bokel, Druffel, Mastholte, Moese, Neuenkirchen, Varensell und Westerwiehe in der heutigen Stadt Rietberg gemeinsam auf.

Moese und Mastholte schließen sich zusammen

grundrisskarte2Von den genannten Bauerschafts- und Gemeindenamen aber dürfte einer als möglicherweise vollständig unbekannt und bisher ungehört aufgefallen sein. Ich meine den alten Bauerschafts- und Gemeindenamen Moese. Diesen Ortsnamen gibt es seit der kommunalen Neugliederung von 1970 nicht mehr, und auch bei den alt eingesessenen Rietbergern gerät dieser alte Ortsname zunehmend in Vergessenheit. Was hat es mit diesem Namensverlust auf sich? Wohin ist die alte rietbergische Bauerschaft Moese entschwunden?

Das Rätsel ist recht schnell gelöst. Im Zuge der Bildung der Großgemeinde Rietberg schlossen sich 1970 die ehemals selbständigen Gemeinden Moese und Mastholte unter dem Namen Mastholte zu einem Ortsteil zusammen. Man mochte den Namen Moese nicht mehr, und es bestand ohnehin das Kuriosum, dass die Mastholter Pfarrkirche St. Jakobus auf Moeser Gebiet errichtet worden war. Um die Mastholter Kirche in Moese herum hatte sich zudem ein besonderer Siedlungsschwerpunkt für das Gebiet der beiden ehemaligen Bauerschaften herausgebildet. Eine enge Kooperation zwischen Mastholte im Süden und Moese im Norden bestand ohnedies auf verschiedensten Gebieten, so dass die Bildung eines gemeinsamen Ortsteils unter dem Namen Mastholte nur zu sinnvoll erschien. Und wer heute ohne Kenntnis der geschichtlichen Zusammenhänge durch Mastholte, den mit gut 6.000 Einwohnern nach Rietberg selbst bevölkerungsreichsten Stadtteil, fährt, wird kaum auf die Idee kommen, dass dieser Stadtteil aufgrund des Zusammenschlusses zweier, ehemals selbständiger Landgemeinden zustande gekommen ist.

Bewegte Geschichte von Mastholte

mastholte-65_1Die Ausführungen sollen beschlossen werden mit einigen Anmerkungen zu den geschichtlichen Besonderheiten der einzelnen Stadtteile Rietbergs, in denen Sie jetzt seit kurzer Zeit leben. Über den Zentralort Rietberg mit seinen rund 8.500 heute dort lebenden Bürgerinnen und Bürgern, und über seinen Historischen Stadtkern wurde bereits einiges gesagt. Bleiben wir daher noch für einen Augenblick in Mastholte, das im Jahr 2000 die 700. Wiederkehr seiner frühesten urkundlichen Erwähnung feiern konnte.

Kirchlich gesehen gehörte Mastholte, obwohl ein Teil der Grafschaft Rietberg, ursprünglich zum benachbarten Wadersloh, das schon ein Teil des Staatsgebietes des alten Fürstbistums Münster war. Erst im Jahre 1570 gründete der Rietberger Landesherr, Graf Erich von Hoya, das Kirchspiel Mastholte, das auch die bereits erwähnte Bauerschaft Moese umfasste. Einem ersten Kapellenbau in Mastholte-Süd folgte erst im 17. Jahrhundert weiter nördlich der Bau der heutigen Pfarrkirche St. Jakobus. Vom Patronat der Kirche her leitet auch der seit dieser Zeit alljährlich stattfindende Jakobi-Markt seinen Namen ab. Bis Ende des vorigen Jahrhunderts galt Mastholte als das Armenhaus der ehemaligen Grafschaft. Überdurchschnittlich hoch war die Zahl derjenigen, die zwischen 1830 und 1860 von Mastholte aus nach Amerika auswanderten, um in der „Neuen Welt“ ihr Glück zu versuchen. Modernisierung und Industrialisierung, die für Mastholte heute in besonderer Weise kennzeichnend sind, haben erst in diesem Jahrhundert eingesetzt und sind zum ganz überwiegenden Teil sogar erst eine Leistung der Nachkriegszeit.

Zur Dorfkernentwicklung in Bokel und Druffel

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Ihren heutigen dörflichen Siedlungskern haben die benachbarten Stadtteile Druffel und Bokel erst vergleichsweise spät entwickeln können. Voraussetzung für die Herausbildung eines Ortsmittelpunktes in diesen ursprünglich eher gleichmäßig auf die Fläche hin besiedelten Bauerschaften war jeweils die Errichtung von Kirchen, um die sich nach und nach ein zentralörtlicher Dorfkern bilden konnte. In Bokel gab es eine solche Kirche schon seit dem Jahre 1712, der sich bald eine der damals üblichen Küsterschulen anschloß. An diese Tradition konnte mit der Wiedererrichtung einer Grundschule in Bokel im Jahre 1995 erfolgreich angeknüpft werden.

In Druffel, in dieser traditionell kleinsten der ehemaligen Bauerschaften der Grafschaft Rietberg, besteht die Kirche, es ist eine Filialkirche der Mutterpfarrei St. Margareta in Neuenkirchen, erst seit dem Jahre 1956. Die Herausbildung des Dorfkerns hat hier erst deutlich später einsetzen können. Eines steht jedoch für Bokel und Druffel in gleicher Weise fest: Den entscheidenden Aufschwung in Besiedlung und Bebauung erfuhren beide Stadtteile im Grunde erst nach 1945.

Bokel und Druffel blieben, wohl auch bedingt durch ihre räumliche Nähe zu den Siedlungs- und Versorgungszentren Rietberg und Neuenkirchen, mit bis heute nahezu 1.900 und rund 1.000 Einwohnern die kleinsten und überschaubarsten Rietberger Stadtteile. Nicht von ungefähr weisen sie in naturräumlich attraktiver Lage die vergleichsweise geschlossenste und abgerundetste Gestalt von Siedlung und Bebauung in Rietberg auf.

Neuenkirchen, der wirtschaftliche Mittelpunkt der Grafschaft

neuenkirchen-75_1Traditionell suchte das Kirchdorf Neuenkirchen, der ehemaligen Landeshauptstadt Rietberg in manchen Fragen die Führungsrolle innerhalb der Grafschaft streitig zu machen. Historisch hat da Neuenkirchen bis heute einige wichtige Argumente ins Feld zu führen. So ist Neuenkirchen, das im Jahre 1185 als „nyen kerken“ erstmalig genannt wurde, zweifellos der Ausgangspunkt der kirchlichen Entwicklung in der Grafschaft. Als Filialkirche der karolingischen Urpfarre Wiedenbrück war Neuenkirchen schon lange Zeit kultureller und geistiger Mittelpunkt des Landes, bevor es die Grafschaft Rietberg und eine gräfliche Eigenkirche in Rietberg überhaupt gab. Mit der heutigen Pfarrkirche St. Margareta, die in ihrem Kern aus dem 13. Jahrhundert stammt, verfügt Neuenkirchen auch über das älteste Baudenkmal im Stadtgebiet.

In der frühen Neuzeit waren die Bauerschaft und das Dorf Neuenkirchen zudem wirtschaftlicher Mittelpunkt der Grafschaft Rietberg. Zum einen führte traditionell die wichtigste Postlinie von Münster und Wiedenbrück über Neuenkirchen (und damit an Rietberg vorbei) nach Paderborn. Zum anderen wurde Neuenkirchen im 18. Jahrhundert zum Sitz und Siedlungsschwerpunkt der Synagogengemeinde der Grafschaft Rietberg. Der erhaltene jüdische Friedhof an der Druffeler Straße ist ein bleibendes Zeugnis dieser hier ehedem ansässigen bedeutsamen Gemeinde.

Neuenkirchen entwickelte sich seit dem 18. Jahrhundert zur wichtigsten Stütze und zum eigentlichen Motor für den Aufbau von Handel und Handwerk im Rietberger Land. In Neuenkirchen nahm auch die Industrialisierung des Landes ihren Anfang. So gründete Emil Kemper, führendes Mitglied der örtlichen Synagogengemeinde und langjähriges Mitglied des Neuenkirchener Gemeinderates, im Jahre 1898 mit der Eisengießerei Kemper & Lonsberg den ersten Industriebetrieb im heutigen Stadtgebiet. Das Unternehmen konnte 1998 sein 100jähriges Bestehen feiern.

Die besondere, historisch gewachsene Bedeutung Neuenkirchens unterstreicht zudem die Tatsache, dass es in der Preußenzeit für einige Jahre selbst einmal Sitz der Amtsverwaltung, und zwar der Landgemeinden im nördlichen Teil der ehemaligen Grafschaft, war. Im Jahre 1836 musste es diesen Amtssitz jedoch an Verl abgeben und wurde schließlich dem Amt Rietberg zugeordnet.

Varensell, vom Rittersitz zum Klosterdorf

kloster-85_1An ein untergegangenes Adelsgeschlecht, das im Jahre 1530 im Mannesstamme, wie es so schön heißt, ausgestorben ist, erinnert der Name des Stadtteils Varensell. Die ursprünglich reich begüterten Ritter von Varensell, die zeitweilig zu den Lehnsleuten des Zisterzienserklosters Marienfeld gehörten und Domherrenämter in Paderborn ausübten, hatten sich bei der Herausbildung der Grafschaft Rietberg gegen die neuen gräflichen Herren aus dem Hause Arnsberg nicht durchsetzen können und blieben diesen bis zu ihrem Ende im Spätmittelalter unterlegen.

Als Bauerschaft der Grafschaft Rietberg gehörte Varensell traditionell zum Kirchspiel Neuenkirchen. Erst mit der Gründung der Benediktinerinnenabtei „Unserer Lieben Frau“ im Jahre 1902 setzte auch in Varensell eine dörfliche Siedlungsentwicklung um die auch als Pfarrkirche genutzte Klosterkirche ein, ein Vorgang, wie er in ähnlicher Weise bereits für die Dorfentwicklungen von Westerwiehe, Bokel und Druffel zu beobachten war. Heute leben etwa 3.000 Menschen im sogenannten „Klosterdorf“ Varensell, das beinahe wie nach dem Muster mittelalterlicher Siedlungen in den letzten Jahrzehnten Schicht um Schicht um Kloster, Kirche und Schule gewachsen ist. Sein 100 jähriges Klosterjubiläum konnte Varensell im Jahre 2002 feiern. Im Jahre 2006 folgte das 100 jährige Kirchweihfest.

Als Bauerschaft der Grafschaft Rietberg gehörte Varensell traditionell zum Kirchspiel Neuenkirchen. Erst mit der Gründung der Benediktinerinnenabtei „Unserer Lieben Frau“ im Jahre 1902 setzte auch in Varensell eine dörfliche Siedlungsentwicklung um die auch als Pfarrkirche genutzte Klosterkirche ein, ein Vorgang, wie er in ähnlicher Weise bereits für die Dorfentwicklungen von Westerwiehe, Bokel und Druffel zu beobachten war. Heute leben etwa 3.000 Menschen im sogenannten „Klosterdorf“ Varensell, das beinahe wie nach dem Muster mittelalterlicher Siedlungen in den letzten Jahrzehnten Schicht um Schicht um Kloster, Kirche und Schule gewachsen ist. Sein 100 jähriges Klosterjubiläum konnte Varensell im Jahre 2002 feiern. Im Jahre 2006 folgte das 100 jährige Kirchweihfest.

Westerwiehe: vom „alten Burgmannshof“ zum „Geflügelhof Deutschlands“

westerwiehe-kirche-75_1Auf den ehemaligen Hof „Schulte auf’m Wiehen“ ist der Stadtteilname „Westerwiehe“ zurückzuführen, für den es im benachbarten Verl das historisch und regional parallele Gegenstück mit dem Namen „Oesterwiehe“ gibt. Die Ministerialenfamilie Korbuc, später Körbecke, sie wird in der Rietberger Jubiläumsurkunde von 1289 erwähnt, hatte ihren Sitz auf dem Hof zur Wiehen. Später verloren die Korbucs, die als Burgmannen in Diensten der Rietberger Grafen standen, ihren niedrigen Adelsrang, und aus Westerwiehe wurde eine durch Meyerhöfe, Landvögte und Bauernrichter verwaltete Bauerschaft der Grafschaft. Seit dem Jahr 2000 ruft der neu gewählte örtliche Straßenname „Am Burgmannshof“ diesen besonderen geschichtlichen Zusammenhang für Westerwiehe in Erinnerung.

Auch in Westerwiehe ist die dörfliche Siedlungsentwicklung im wesentlichen ein Vorgang, der noch für dieses Jahrhundert anzusiedeln ist. Die 1923 errichtete Pfarrkirche St. Laurentius und die Zentralisierung der über die Landgemeinde verteilten drei Volksschulen spielten dabei eine wichtige Rolle. So war auch der Erhalt der im Zuge der Schulreform von 1970 gebildeten Grundschule in Westerwiehe, das heute gut 2.300 Einwohner zählt, anders als im kleineren Bokel, nie ernsthaft fraglich.

Bedingt durch die relativ schlechten Böden und die damit einhergehende Armut der Landbevölkerung wandten sich einige Kleinbauern und Kötter in Westerwiehe um die Jahrhundertwende den Vorteilen einer modernen Geflügelzucht zu. Sie taten dies letztlich mit so großem Erfolg, daß sich ein dauerhafter landwirtschaftlicher Produktionsschwerpunkt herausbilden konnte, der langfristig zu einem bestimmenden Markenzeichen dieses Rietberger Stadtteils werden sollte. An Westerwiehes zeitweilig uneingeschränkten Ruf als zentraler „Geflügelhof Deutschlands“ erinnert ein Hühnerdenkmal, das der Künstler Johannes Niemeier aus Anlaß des 100jährigen Bestehens des Geflügelzuchtvereins Westerwiehe im Jahre 1998 für Westerwiehe geschaffen hat.

Der Historische Stadtkern

Der Historische Stadtkern, das Herz und Zentrum der Stadt, ist geprägt durch die geschichtliche Vergangenheit Rietbergs als Grafschaftsresidenz und Landeshauptstadt. Die liebevoll restaurierten Fachwerkgebäude gaben Rietberg auch den Beinamen „Stadt der schönen Giebel“.

Übersicht

Hist._Stadtkern_Uebersicht

1 Historisches Rathaus

Rathaus_3Mittelpunkt und Wahrzeichen der Stadt Rietberg, erbaut 1805. In seiner malerischen und unverwechselbaren Gestalt gilt es als eines der schönsten Rathäuser Westfalens.

 

2 Katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist

Dreischiffige Hallenkirche, im Kern spätmittelalterlich (Turm), mit barocken und neugotischen Erweiterungen.

3 Heimathaus Rietberg

Heimathaus_InternetDas großzügige Ackerbürgerhaus von 1645 weist eine typische Rietberger „Utlucht“ auf, die den Blick auf die Straße freigibt. Seit seiner Eröffnung 1989 zeigt das Haus u. a. typische Einrichtungen einer ländlichen Wohn- und Lebenskultur.

 

4 Ehemaliges Franziskanerkloster mit Klosterkirche

Franziskanerkloster_innen_Internet
Foto: Gabi Leweling

Bis 1979 wurden Kirche (Weihe 1629) und Klostergebäude (errichtet 1726) von den Franziskanern genutzt. Der Kirchenraum wurde bei der jüngsten Restaurierung (2007) nach historischem Befund neu gefasst. In der ebenfalls neu gestalteten Krypta wurden 12 Mitglieder der gräflichen Häuser Ostfriesland, Rietberg und Kaunitz beigesetzt.

 

5 Altes Progymnasium

Der eindrucksvolle Dreiflügelbau der 1743 gegründeten Lateinschule dürfte das älteste erhaltene Gymnasium in Westfalen sein.

6 Gedenkstätte für die Gefallenen

Errichtet 1923 nach den Plänen des Wiedenbrücker Bildhauers Heinrich Püts, 1936 um einen „antiken Rundtempel“ mit ionischen Säulen erweitert.

7 Herrschaftliches Haus, genannt Haus Münte

Haus_Muente_InternetIn dem 1744-1746 erbauten Barockbau war die gräfliche Regierung untergebracht. Zudem diente er dem höchsten Verwaltungsbeamten der Fürsten von Kaunitz-Rietberg als Wohnsitz. In einem Vorgängerbau befand sich die gräfliche Münzprägestätte.

8 Evangelische Pfarrkirche

Stattlicher Fachwerkbau des 17. Jahrhunderts, zunächst Hofbeamtenhaus, dann Brauerei, Gasthof und Posthalterei, seit 1903 umgebaut zur Kirche.

9 Wohn- und Speicherhaus

Der schmale Fachwerkbau ist Rietbergs ältestes Wohnhaus. Der hintere, ursprünglich als Speicher erbaute Teil, stammt von 1553. Das Vorderhaus wurde 1692 errichtet.

10 Altes Gericht

Das letzte errichtete herrschaftliche Gebäude von 1806, in dem bis 1932 das örtliche Gericht untergebracht war.

11 Johanneskapelle


Johanneskapelle_InternetDie leuchtend weiße Johanneskapelle (Weihe 1748), zur Verehrung des hl. Johannes von Nepomuk durch die Gräfin Maria Ernestine Franziska von Kaunitz-Rietberg erbaut, stellt Rietbergs bedeutendstes Baudenkmal dar.

12 Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch

Kunsthaus
Das denkmalgeschützte Ackerbürgerhaus beherbergt das Lebenswerk des Künstlers Dr. Wilfried Koch aus Rietberg-Varensell. Es wird auch für wechselnde Ausstellungen, Seminare und Veranstaltungen genutzt.

13 Klostergarten – Skulpturenpark Wilfried Koch

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Foto: Jürgen Landes

Als Wandelgarten angelegt, diente der Klostergarten den örtlichen Franziskanern als Garten der Stille und Meditation.

Heute beherbergt er Bronzeskulpturen des Künstlers Dr. Wilfried Koch (Mitglied der „Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste“).

14 Rietberger Drostengarten und das historische Drostenhaus

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Foto: Hans Jürgen Landes

Die große Gartenfläche wurde Anfang 2008 nach dem Muster barocker Gartengestaltung wiederhergestellt. Das angrenzende stattliche Patrizierhaus war stets prominent bewohnt. Hier lebten im 17. Jh. mindestens zwei Drosten, mithin die höchsten Regierungsbeamten der ehem. Grafschaft, und im 18. Jh. weitere Hofbeamte und hohe Mitglieder des gräfl. Regierungskollegiums.

15 Traditionsreiche Orgelbauwerkstatt Speith

Das stattliche Fachwerkhaus aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhundert gehört zu den deutlich aufwendiger gestalteten Wohnhäusern der gräflichen Kanzleibeamten in Rietberg. Es beherbergt die bekannte, 1848 gegründete Orgelbaufirma. Sie kann nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.

16 Bibeldorf

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Das Bibeldorf der evang. Kirchengemeinde ist ein deutschlandweit einzigartiges Projekt. Der pädagogische Lernort mit seinem Freilichtmuseum macht das Alltagsleben zur Zeit der Bibel erlebbar. Mehr dazu unter www.bibeldorf.de.

Freizeitangebote

Barfuß- und Sinneslehrpfad

BarfusslehrpfadDer Gang über den Barfußlehrpfad ist eine Wohltat für Körper und Seele. Umgeben von belebender Natur schärfen vielseitige Untergrundmaterialien, die unsere Füße unterschiedlich stimulieren, alle Sinne. Ein schöner Nebeneffekt ist die Tatsache, dass Barfußgehen gesund ist, bei Herz- und Kreislaufbeschwerden hilft und die Durchblutung fördert. Im Anschluss an die Wegabschnitte mit Materialien wie Holz, Gras, Waldboden, Flusskiesel oder Humus, befinden sich Tastkästen, die auch Rollstuhlfahrern das Nacherleben der Sinneserfahrung ermöglichen. Der Barfußpfad befindet sich im Gartenschaupark Rietberg entlang des Weges zwischen Parkteil Mitte und Klimapark.

Boule

Boule_Internet_01Der Boulesport im Gartenschaupark erfreut sich großer Beliebtheit. Im Parkteil Neuenkirchen befinden sich gleich sechs Boule-Bahnen, die Besucher des Parks nutzen können. Die dazugehörigen Kugeln können kostenlos am Eingang ausgeliehen werden. Jeden Samstag ab 14 Uhr bieten außerdem erfahrene Boulespieler „Boulen für jedermann“ an, geben Tipps und Hinweise für Interessierte.

Freibad

Freibad_1Verbringen Sie doch mal wieder einen Tag im Freibad. Hier kann die ganze Familie Sonne und Wasser so richtig genießen. Nicht nur mehrere Schwimmbecken laden zum Verweilen ein, zur Verfügung stehen auch eine parkähnliche Liegewiese, ein schöner Sand-Matsch-Bereich für die Kleinen und ein Beachvolleyballfeld für diejenigen, die etwas mehr Aktion suchen. Mehr Informationen hier.

Kanu

Abenteuer- und Familienfahrten auf der Ems, der Lippe oder auch im Sauerland sind bei Michael Mewes buchbar:

Michael Mewes, Rietberg
Telefon (05244) 927-214 oder 0172 3927564
Internet: www.abenteuer-paddeln.de

Der Rietberger Kanuverein bietet ebenfalls Kanutouren für Nichtmitglieder mit Begleitung an:

TuS Viktoria Rietberg – Abteilung Kanu
www.kanu-rietberg.de
Frank Aldejohann (Abteilungsleiter), Telefon (05244) 77064

Kegelbahnen

Kegeln

Bokel

  • „Zum Doppe“, Doppstraße 23, Telefon (05244) 8858

Mastholte

  • „Hubertuskrug“, Katthagenstraße 105, Telefon (02944) 7678
  • Gasthof „Wöstemeier“, Lippstädter Straße 156, Telefon (02944) 7686

Neuenkirchen

  • „Zum Laternchen“, Langer Schemm 23, Telefon (05244) 2333

Rietberg

  • Restaurant „Bartscher“, Rathausstraße 8, Telefon (05244) 8823
  • „Bürgerkrug“, Pater-Walther-Straße 9, Telefon (05244) 8303
  • Hotel „Vogt“, Rathausstraße 24, Telefon (05244) 8802

Varensell

  • „Lönnes Bier- und Speisehaus“, Hauptstraße 38, Telefon (05244) 901515

Westerwiehe

  • Restaurant „Bei Anna“, Westerwieher Straße 237, Telefon (05244) 10274
  • „Grönnebaum“, Westerwieher Straße 211, Telefon (05244) 5340
  • Gasthof „Seppel Kreutzheide“, Westerwieher Straße 205, Telefon (05244) 5503

„schnurstracks“ – Kletterpark

img_5351_1Klettern in luftiger Höhe bietet Spaß und Abenteuer pur. Erlebnis und Lernen stehen dabei im Mittelpunkt. Auf insgesamt sieben Parcoursstrecken werden verschiedene Erlebniskurse angeboten. Anfahrt, Preise und weitere Informationen sind auf der Internetseite des Kletterparks zu finden.

Skateranlage

Skater Torfweg (3)Bei der Skateranlage am Torfweg bleiben keine Wünsche offen. Denn den Platz haben Jugendliche mit ihren Ideen mitgestaltet. Auf ihre Anregungen hin wurden sechs Skaterelemente auf der 400 Quadratmeter großen Fläche installiert: eine Quarterpipe mit Hip, Corner und Extension, eine Pyramide mit Ledge und Rail, ein Manual Pad mit Curb, ein Pole, ein Bank Hip sowie eine Transition. Jedes Hindernis bietet unterschiedliche Möglichkeiten für jedes Niveau, sodass die Anlage für alle Skater geeignet ist – und außerdem auch für BMX-Räder, Mountainbikes und Kickboards.

Tretbootverleih am Obersee
(nur sonn- und feiertags)

Tretboot_Internet_1_01Sonnenschein, kühles Wasser und natürlich eine frische Brise…
Am Obersee im Gartenschaupark können sich alle „Kleinen“ und „Großen“ auf eine Tretbootfahrt begeben. Die Boote, darunter auch zwei Schwanenboote, können gegen eine günstige Gebühr ausgeliehen werden.