Projekte im Klimaschutz

Die Stadt Rietberg ist in vielen Feldern des Klimaschutzes aktiv. Und immer wieder sind auch die Bürgerinnen und Bürger gefragt, sich zu beteiligen.

Projekte zum Klimaschutz

Der »Wattbewerb«

Die Stadt Rietberg stellt sich an dem bundesweiten »Wattbewerb« und will in möglichst kurzer Zeit die Zahl und vor allem die Leistung der Photovoltaikanlagen im Stadtgebiet verdoppeln. Im Februar 2021 starteten wir in den »Wattbewerb« mit 1707 PV-Anlagen im Stadtgebiet und einer gesamten installierten Leistung von 38 Megawatt (MW). Diese Leistung zu verdoppeln ist das Ziel – bevor es eine andere Stadt tut.

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Daher ist jede Initiative zur Steigerung der PV-Leistung recht. Alle Photovoltaikanlagen zählen für den »Wattbewerb« mit: Dachanlagen, überbaute Parkplätze, Balkonmodule, Freiflächenanlagen und mehr. Selbst innerhalb der historischen Altstadt Rietbergs sind unter gewissen Voraussetzungen Photovoltaikanlagen inzwischen erlaubt. Ob das eigene Dach zur Nutzung von Sonnenenergie geeignet ist, lässt sich bereits im Solarpotenzialkataster einsehen (www.solarkataster-kreis-gt.de). Aktuelle Informationen haben stets auch die Klimaschützen Rietberg.

Weitere Info: https://wattbewerb.de

Aktueller Zwischenstand

Bis Mai 2022 hat die Stadt Rietberg Zeit, die installierte Leistung zu verdoppeln. Das Ranking der Bundesnetzagentur zeigt, wo die Stadt Rietberg derzeit steht.
Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Also: informieren, installieren und Rietberg und den Klimaschutz nach vorn bringen.

Klimaanpassung

Die Stadt Rietberg stellt sich dem Klimawandel und sucht strategisch nach Lösungen städtebaulicher, aber auch organisatorischer Art. Es wurde ein Konzept zur Klimafolgenanpasssung erarbeitet, das den aktuellen Status und Lösungen aufzeigt und zeitgleich einen kontinuierlichen Informationsaustausch zwischen Stadtverwaltung, Bevölkerung, den Unternehmen und der Politik anstößt.

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Einen großen Anteil dazu haben die Bürger: Sie haben auf einer Online-Klimakarte Anregungen, Ideen, Hinweise und Bedenken zum Klima in der Stadt und zu den Auswirkungen des Klimawandels in Rietberg hinterlassen. Diese Angaben sind in den Maßnahmenkatalog eingeflossen, der helfen soll, die Klimafolgen in Rietberg besser zu bewältigen.

»Stark im Regen«

In diesem Projekt hat sich die Stadt Rietberg mit Starkregen beschäftigt. Starkregen tritt sehr lokal auf und ist kaum vorhersehbar. Große Wassermengen überfordern dann das Kanalnetz. Es kommt zu Überflutungen und Regenwasser kann in Häuser eindringen. Die daraus entstehenden Schäden können groß sein, im schlimmsten Fall sind sogar Menschleben gefährdet. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern wurde ein Schutzplan entwickelt, um Starkregen und daraus folgenden Überschwemmungen oder Hochwasser wirkungsvoll entgegen zu treten. 

Überflutungsgefahrenkarte und Infobroschüre

Als Ergebnisse liegen eine Überflutungsgefahrenkarte und eine Infobroschüre vor. Wie schütze ich mein Gebäude effektiv vor eindringendem Regenwasser bei Starkregen? Konkrete Tipps gibt es in der umfangreichen Infobroschüre. In der Karte sind Überflutungsgefahrenklassen farblich markiert – schauen Sie sich Ihr Grundstück an! Direkt zur »Überflutungsgefahrenkarte« (das Öffnen der Karte kann mitunter etwas länger dauern). Interessierte Grundstückseigentümer können gern mit einem Mitarbeiter der Abteilung Tiefbau und Stadtentwässerung einen Gesprächstermin vereinbaren, um Detailfragen zu erörtern.

Ansprechpartner
Dirk Adams
Nicola Göer

In dem Projekt »Stark im Regen« wurden gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Nepomucenum (GNR) Kurzfilme entwickelt. Sie zeigen dieses ernste Thema mal auf heitere Art:

Klimaschutz bildet – Kooperation mit Kitas und Schulen

Unter dem Titel »Klimaschutz bildet« setzen sich Kitas, Schulen und die Stadt regelmäßig zusammen, um Klimaschutz in den Einrichtungen voranzubringen. Sie planen Aktionen, besprechen Projekttage und Unterrichtseinheiten und lernen einrichtungsübergreifend voneinander. Das Ziel ist es, das Thema Umwelt- und Klimaschutz dauerhaft in den Einrichtungen, sowohl im pädagogischen Programm, als auch im Handeln der Einrichtungen selber, zu etablieren. Kitas und Schulen, die mitmachen wollen, können jederzeit einsteigen.

Solar- und Gründach-Kataster

Ist Ihr Dach zur Nutzung von Sonnenenergie und/oder für ein Gründach geeignet? Gemeinsam mit dem Kreis Gütersloh bietet die Stadt Rietberg hierzu eine erste Orientierung an. Die Online-Checks liefern neben der gebäudescharfen Darstellung des Potenziales auch weitergehende Informationen:

 

Informationen rund um das Thema »Grün am Haus« bietet die Verbraucherzentrale NRW.

Klimaschutz innerhalb der Verwaltung

Auch innerhalb der Stadtverwaltung Rietberg wird Klimaschutz groß geschrieben, was sich an allerhand Initiativen ablesen lässt: Ob die Umstellung des Fuhrparks auf Elektro-Pkw, der Bezug von Ökostrom und die Erzeugung von Solarstrom auf kommunalen Dächern, die Nutzung von Recyclingpapier, ein engagiertes Energie- und Klimateam oder die Beachtung des Bewertungskriteriums »Nachhaltigkeit« bei Beschaffungen und Ausschreibungen – es gibt vielfältige Ansätze, die stetig weiterentwickelt werden.

Checkliste Klimarelevanz

Bei der Erstellung von Sitzungsvorlagen für die politischen Ausschüsse werden anhand einer Checkliste die Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimaresilienz abgeschätzt. Zudem soll die Optimierung der beschriebenen Maßnahme in Bezug auf deren Umweltauswirkungen erarbeitet werden. Ziel ist es, möglichst frühzeitig – bereits in der Konzeption von Maßnahmen – die Klimarelevanz zu beachten. Grundlage für diese Checkliste ist ein weitreichender politischer Beschluss aus dem Jahr 2019, der das Ziel verfolgt, Klimaschutz konsequent umzusetzen und innerhalb der Verwaltung integrativ zu betrachten (Beschlussdokument Nr. 192-2019).

Klimapark Rietberg

Auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau Rietberg entstand 2011 Deutschlands erster Klimapark. Damit punktete die Stadt Rietberg lange vor den »Fridays for future« mit einem innovativen Angebot zur Sensibilisierung und Information zu den Themen Klima & Erneuerbare Energien. Seit der Errichtung sind inzwischen viele Partner ausgestiegen und die gezeigte Technik ist überholt. Die Stadtverwaltung, die Kommunalpolitik und die Gartenschaupark GmbH haben entschieden, den Klimapark langfristig nicht mehr als Ausstellungsbereich in der bisherigen Form weiterzuführen. Das Gelände wird derzeit überplant, die künftige Nutzung ist noch offen.
Der Klimapark nahe dem Parkteil Nord/Neuenkirchen ist am besten von der Stennerlandstraße aus zu erreichen.