Projekte im Klimaschutz

Die Stadt Rietberg ist in vielen Feldern des Klimaschutzes aktiv. Und immer wieder sind auch die Bürgerinnen und Bürger gefragt, sich zu beteiligen.

Projekte zum Klimaschutz

Klimamap Rietberg
Die Stadt Rietberg stellt sich dem Klimawandel und sucht strategisch nach Lösungen städtebaulicher, aber auch organisatorischer Art. Es wird ein Konzept zur Klimafolgenanpasssung erarbeitet, das den aktuellen Status und Lösungen aufzeigt und zeitgleich einen kontinuierlichen Informationsaustausch zwischen Stadtverwaltung, Bevölkerung, den Unternehmen und der Politik anstößt.

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Einen großen Anteil dazu haben die Bürger: Sie sollen auf einer Online-KlimakarteAnregungen, Ideen, Hinweise und Bedenken zum Klima in der Stadt und zu den Auswirkungen des Klimawandels in Rietberg hinterlassen. Diese Angaben sollen in den Maßnahmenkatalog einfließen, der helfen soll, die Klimafolgen in Rietberg besser zu bewältigen.

Wo gibt es Orte, die besonders hitzeanfällig sind? Wo gab es schon Probleme mit Überflutungsereignissen? Sind an bestimmten Orten Sturmschäden aufgetreten? Wie schütze ich selbst mein Haus? Welche Ideen habe ich, um vor Ort die Klimawandelfolgen abzumildern oder zu vermeiden?

So soll das Risikobewusstsein in Rietberg gefördert und die Akzeptanz für die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen erhöht werden. Auch die lokalen Akteure selbst sollen dazu angeregt werden, entsprechenden Objektschutz oder eine angepasste Gartengestaltung vorzunehmen. Mehr dazu…

Masterplan-Kommune - 100% Klimaschutz
Rietberg ist eine von 41 Masterplan-Kommunen in Deutschland, die sich engagiert für Klimaschutz einsetzen. Masterplan-Kommunen sollen Vorbild für andere Städte und Gemeinden sein und ihre Klimaschutzaktivitäten in der breiten Öffentlichkeit verankern.

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Wie die anderen Kommunen hat sich Rietberg verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um 95 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu senken und den Verbrauch an Endenergie in diesem Zeitraum zu halbieren. Der »Masterplan 100% Klimaschutz« der Stadt Rietberg zeigt Zielpfade und Maßnahmen auf, die bis zum Jahr 2050 umgesetzt werden sollen. Im Herbst 2017 hat der Rat der Stadt Rietberg den »Masterplan 100% Klimaschutz« beschlossen. 

Übrigens: Für die Umsetzung des »Masterplans 100% Klimaschutz« hat Rietberg Fördermittel aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bunds erhalten.

 

Klimaschutzmanagerin Svenja Schröder und Energieberater Helge Pfingst zeigen die »blaue Hausnummer« für innovative Hausbesitzer. Foto: Kreis Gütersloh

Die »Blaue Hausnummer« für klimaaktive Hausbesitzer

Klimaaktive Hausbesitzer aufgepasst!
Haben Sie energie- und umweltbewusst gebaut oder saniert? Dann bewerben Sie sich um eine »Blaue Hausnummer«. Damit möchte die Stadt Rietberg in Zusammenarbeit mit dem Kreis Gütersloh gute Beispiele für energetisches Sanieren oder Energieeffizienz hervorheben. Wir freuen uns auf den Eingang Ihrer Bewerbung bis zum 31. August.

»Stark im Regen«
In diesem Projekt hat sich die Stadt Rietberg mit Starkregen beschäftigt. Starkregen tritt sehr lokal auf und ist kaum vorhersehbar. Große Wassermengen überfordern dann das Kanalnetz. Es kommt zu Überflutungen und Regenwasser kann in Häuser eindringen. Die daraus entstehenden Schäden können groß sein, im schlimmsten Fall sind sogar Menschleben gefährdet. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern wurde ein Schutzplan entwickelt, um Starkregen und daraus folgenden Überschwemmungen oder Hochwasser wirkungsvoll entgegen zu treten. 

Überflutungsgefahrenkarte und Infobroschüre

Als Ergebnisse liegen eine Überflutungsgefahrenkarte und eine Infobroschüre vor. Wie schütze ich mein Gebäude effektiv vor eindringendem Regenwasser bei Starkregen? Konkrete Tipps gibt es in der umfangreichen Infobroschüre. In der Karte sind Überflutungsgefahrenklassen farblich markiert – schauen Sie sich Ihr Grundstück an! Direkt zur »Überflutungsgefahrenkarte« (das Öffnen der Karte kann mitunter etwas länger dauern). Interessierte Grundstückseigentümer können gern mit einem Mitarbeiter der Abteilung Tiefbau und Stadtentwässerung einen Gesprächstermin vereinbaren, um Detailfragen zu erörtern.

Ansprechpartner
Dirk Adams
Nicola Göer

In dem Projekt »Stark im Regen« wurden gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Nepomucenum (GNR) Kurzfilme entwickelt. Sie zeigen dieses ernste Thema mal auf heitere Art:

Klimaschutz bildet – Kooperation mit Kitas und Schulen
Unter dem Titel »Klimaschutz bildet« setzen sich Kitas, Schulen und die Stadt regelmäßig zusammen, um Klimaschutz in den Einrichtungen voranzubringen. Sie planen Aktionen, besprechen Projekttage und Unterrichtseinheiten und lernen einrichtungsübergreifend voneinander. Das Ziel ist es, das Thema Umwelt- und Klimaschutz dauerhaft in den Einrichtungen, sowohl im pädagogischen Programm, als auch im Handeln der Einrichtungen selber, zu etablieren. Kitas und Schulen, die mitmachen wollen, können jederzeit einsteigen.

Solar- und Gründach-Kataster

Welches Potential hat Ihr Dach zur Nutzung von Sonnenenergie?Der Online-Check liefert auch Erstinformationen zur Kombination von Fotovoltaik mit einer Wärmepumpe oder dem Elektroauto.
Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Solarpotenzialkatasters

Was sind die Vorteile einer Dachbegrünung?

Der Kreis Gütersloh bietet zudem ein Gründachkataster an. Auf der digitalen Karte lässt sich auch für Rietberg erkennen, ob Ihr Gebäude für eine Dachbegrünung geeignet ist.

Was sind die Vorteile einer Dachbegrünung?

Gründächer…

  • …wirken als Wärme-/Kältepuffer und bieten so eine natürliche Wärmedämmung.
  • …schützen die Dachhaut und tragen zu einer längeren Lebensdauer der Dacheindeckung / Wertsteigerung des Objektes bei.
  • … führen zu einer Reduzierung der Abwassergebühren.
  • … tragen zu einer Reduzierung der Wärmeentwicklung im Sommer bei.
  • … filtern Staub und Schadstoffpartikel aus der Luft.
  • … schaffen zusätzliche Lebensräume für Pflanzen und Tiere.

Klimapark Rietberg

Auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau Rietberg entstand 2011 Deutschlands erster Klimapark. Damit punktete die Stadt Rietberg lange vor den »Fridays for future« mit einem innovativen Angebot zur Sensibilisierung und Information zu den Themen Klima & Erneuerbare Energien. Seit der Errichtung sind inzwischen viele Partner ausgestiegen und die gezeigte Technik ist überholt. Die Stadtverwaltung, die Kommunalpolitik und die Gartenschaupark GmbH haben entschieden, den Klimapark langfristig nicht mehr als Ausstellungsbereich in der bisherigen Form weiterzuführen. Das Gelände wird derzeit überplant, die künftige Nutzung ist noch offen.
Der Klimapark nahe dem Parkteil Nord/Neuenkirchen ist am besten von der Stennerlandstraße aus zu erreichen.