
Neuer und moderner Standort für den Löschzug Rietberg
Rietberg. Der Freiwillige Feuerwehr Rietberg soll ein neues Gerätehaus bekommen. Das haben die politischen Gremien in Rietberg zuletzt mehrfach beraten. Kürzlich ist ein entsprechender Bebauungsplan für den künftigen Standort an der Rottwiese aufgestellt worden. Das jetzige Domizil des Löschzugs Rietberg am Torfweg erfüllt nicht mehr die aktuellen Anforderungen.
In dem Gerätehaus am Torfweg – übrigens mit der sehr passenden Hausnummer 112 – stehen aktuell sieben Fahrzeuge auf sieben Stellplätzen. Zwei Anhänger und ein Boot müssen zusätzlich und zusammen mit vielen weiteren Gegenständen in einer kleineren Garage untergebracht werden. Es gibt keine separaten Umkleideräume, insbesondere nicht für weibliche Feuerwehrleute. Zu geringe Abstände zwischen und hinter den Fahrzeugen bilden Gefahrenstellen. Auch ist eine strikte räumliche und organisatorische Trennung im Bereich der Umkleiden, eine sogenannte schwarz-weiß Trennung, die aus Gründen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes gefordert ist, nicht gewährleistet. Sowohl die Lagerflächen als auch die Räume für das Personal sind nicht mehr ausreichend. Der Brandschutzbedarfsplan für die Freiwillige Feuerwehr sieht hier dringenden baulichen Handlungsbedarf. Jedoch gibt es an dem Standort Torfweg keine Erweiterungsmöglichkeit. Der Torfweg selbst ist vielbefahren, auf einem Großteil der Straße gilt Tempo 30. Das beeinträchtigt die Feuerwehrfahrzeuge im Falle eines Einsatzes beim schnellen Ausrücken und auch die Feuerwehrleute, die zum Feuerwehrgeräthaus hinfahren. Eine bessere Erreichbarkeit des Einsatzgebiets ist laut Brandschutzbedarfsplan wünschenswert.
Deshalb hatten sich Feuerwehr und Stadtverwaltung schon längst auf die Suche nach einem alternativen Grundstück für einen Neubau gemacht: Der soll mehr Platz für Fahrzeuge wie auch für eine höhere Anzahl an Feuerwehrleuten bieten. Auch Atemschutzwerkstatt, Kleiderkammer und Werkstatthalle für die gesamte Feuerwehr – also auch die Löschzüge Mastholte und Neuenkirchen – sollen an diesem Standort konzentriert werden. Darüber hinaus wird an dem Standort der zentrale Meldekopf untergebracht werden. Diese Kommunikationseinheit übernimmt bei größeren Einsätzen wie etwa Sturm oder Starkregen die Koordination der Einheiten im gesamten Stadtgebiet und unterstützt damit die Leitstelle des Kreises Gütersloh. Neben den aktiven Feuerwehrleuten soll auch die Jugendfeuerwehr in dem neuen Gerätehaus unterkommen.
An der Ecke Rottwiese/Wiedenbrücker Straße ist ein ausreichend großes Grundstück gefunden worden. Um dort auch bauen zu dürfen, wird nun der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt. Bald dürfen Bürgerinnen und Bürger sich im Rahmen der üblichen frühzeitigen Behörden- und Öffentlichkeitsunterrichtung zu den Plänen äußern.
Parallel konkretisiert die städtische Bauabteilung die Kostenplanung für diesen Neubau. Möglichst noch vor dem Sommer sollen die politischen Vertreter den Kostenrahmen festlegen. Ziel ist es, die Kosten gering zu halten, ohne Funktionsverluste eingehen zu müssen. In der zweiten Jahreshälfte könnten die Bauarbeiten ausgeschrieben werden.

