
Neue Photovoltaikanlage ist installiert worden
Rietberg. Das Rietberger Freibad wird seinen benötigten Strom künftig selbst produzieren können. Gerade noch rechtzeitig vor Saisonbeginn sind auf den Dächern der Nebengebäude mehr als 340 Photovoltaikmodule installiert worden. In Kürze wird die Anlage angeschlossen und in Betrieb gehen.
Der größte Teil der neuen Photovoltaikanlage ist auf dem nur minimal geneigten Dach des Umkleidegebäudes angebracht worden. Dort werden 247 Module à 155 Kilowatt Peak Strom produzieren. Hinzu kommen weitere 94 Module auf dem nach Süden geneigten Technikgebäude sowie ein 50-Kilowatt-Speicher. Die Belegung der Dächer auf kommunalen Gebäuden hatten auch die politischen Fraktionen gefordert.
Die neue Anlage könnte im optimalen Fall etwa 147.000 Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren. Da aber nur während der Badesaison ein voller Eigengebrauch möglich ist, wird der erzeugte Strom vor und nach dem Sommer in das Stromnetz eingespeist. Schließlich hat das Freibad einen saisonalen Strombedarf: Im Sommer wird ständig und viel Strom benötigt. Im Winter aber nur sehr wenig, vor allem zum Frostschutz. Im gesamten Jahresverlauf gerechnet könnte die neue Anlage künftig geschätzt 46 Prozent des benötigten Stroms selbst produzieren. Im Vollbetrieb liegt der Verbrauch im Durchschnitt bei ca. 18.000 Kilowattstunden im Monat.
Damit leistet die Stadt Rietberg einen weiteren Beitrag zur Erzeugung regenerativer Energien. Schon jetzt wird das Rietberger Freibad überwiegend über eine Nahwärmeleitung mit Holzhackschnitzeln beheizt. 2022 wurde das Freibad an die neu errichtete Heizzentrale angeschlossen, die nur 530 Meter entfernt am Sportplatz am Torfweg steht.

