
Workshop zur Fortführung des Sportentwicklungsplanes
Rietberg. Damit sich die Sportlandschaft in Rietberg angemessen weiterentwickelt, wollen Vereine, Schulen, Politik und Verwaltung im Stadtgebiet konsequent den Sportentwicklungsplan abarbeiten. Der ist in den Jahren 2022 bis 2024 mit professioneller Unterstützung entstanden und gibt zum Beispiel einen Überblick über die aktuellen und künftigen Bedarfe an Sportanlagen für Vereine und Schulen. Sprich: Wo werden gegebenenfalls weitere Sporthallen und -plätze benötigt? In einem Workshop kamen auf Einladung des Stadtsportverbandes jetzt mehr als 20 Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen und Schulen, Lokalpolitik und Stadtverwaltung zur Weiterarbeit zusammen.
Wichtigstes Ergebnis: Der als dringend erforderlich eingestufte Neubau einer Dreifachsporthalle, den die Politik im vergangenen Jahr mehrheitlich abgelehnt hatte, setzten die Sportvertreter auf Anregung des Stadtsportverbandsvorsitzenden Meinolf Hillemeier erneut nach ganz oben auf ihre Prioritätenliste. Gleich dahinter steht ein Sanierungskonzept für sämtliche Sporthallen im Stadtgebiet. Das hatte die Stadtverwaltung bereits im vergangenen Jahr erarbeitet und im politischen Raum vorgestellt. Ergebnis: Beim größten Teil der Sporthallen besteht kein dringender Sanierungsbedarf. Wo dies aber doch erforderlich ist, hat die Stadt Rietberg als Eigentümerin bereits Maßnahmen in die Wege geleitet: Zum Beispiel stehen in den Turnhallen in Varensell und Westerwiehe noch Sanierungsarbeiten an.
Als hilfreichen Schritt empfinden die Vertreter der hiesigen Sportvereine, dass die Belegungspläne aller städtischen Sporthallen nun online einsehbar sind und zweimal im Jahr aktualisiert werden. In diesem Punkt wollen die Sportvereine und Schulen künftig noch digitaler werden. Das Ehrenamt fördern und eine verstärkte Zusammenarbeit der Fußballabteilungen sind weitere Themen, die die Sportvereine über den alltäglichen Trainings- und Spielbetrieb hinaus fordern. Zudem hat die Stadtverwaltung eine Übersicht vorgestellt, welche Freizeitspielfelder auf den Sportplätzen frei zugänglich sind, damit Kinder und Jugendliche auch ohne Vereinszugehörigkeit die Gelegenheit haben, auf den städtischen Anlagen sportlich aktiv zu sein.
Positiv aufgenommen wurde auch die Eigeninitiative der Vereine, die etwa eine Boulebahn (SG Druffel), einen Multicourt (Germania Westerwiehe) sowie Fußballbillard (GW Varensell) installiert haben. Zusätzlich hat die Stadt inzwischen drei öffentlich zugängliche Calisthenics-Plätze eingerichtet: Neben der Anlage auf dem Sportplatz am Torfweg nun auch auf dem Spielplatz an der Dr.-Bigalke-Straße sowie auf dem Platz der Neuen Mitte in Mastholte an der Riekstraße.
Im kommenden Jahr soll erneut ein Workshop zur Sportentwicklungsplanung stattfinden. Mehr als 30 Vereine repräsentieren mehr als 12.000 Sportlerinnen und Sportler in allen sieben Stadtteilen.

