Welches Ufo bald in Rietberg landet

In einem 50-minütigen Vortrag erläuterten Christian Terhechte, Nadine Kleymann, Christian Stammschroer, Christian Nüßer, Alexander Kostka und Andreas Sunder (von links) die Idee, die Motivation und die Vorzüge des Neuland-Campus. Foto: Stadt Rietberg

Neuland-Campus bei Wirtschaftsgespräch vorgestellt

Rietberg. Endlich wieder Gelegenheit zum persönlichen Gespräch, endlich wieder Möglichkeiten zum netzwerken von Angesicht zu Angesicht. Nach einem Jahr Pause war das Wirtschaftsgespräch der städtischen Wirtschaftsförderung eine gut besuchte und gelungene Veranstaltung. Rund 140 Unternehmer aus dem gesamten Stadtgebiet waren der Einladung von Bürgermeister Andreas Sunder und Wirtschaftsförderin Renate Pörtner in die Cultura gefolgt.

Nach einem lockeren Stehempfang bei Imbiss und Getränken gab Rietbergs erster Bürger einen Überblick über die städtische Haushaltslage und die Finanzplanung für das kommende Jahr. Sunder nutzte die Gelegenheit in diesem speziellen Kreis, ein großes Dankeschön an die Gewerbetreibenden zu richten. Denn schließlich seien sie es, die dank ihrer Wirtschaftskraft eine Stadtentwicklung überhaupt ermöglichen. Denn etwa die Hälfte der Steuereinnahmen für die Stadt entstammen der Gewerbesteuer. Im kommenden Jahr werden das voraussichtlich 25 Millionen Euro sein. Und: Die Steuersätze sollen 2022 stabil bleiben, so der Entwurf des Bürgermeisters.

Auf großes Interesse unter den Gästen stieß der Vortrag von Christian Terhechte, der das in Rietberg geplante Projekt »Neuland-Campus« (https://neuland-campus.de) vorstellte. Gemeinsam mit Nadine Kleymann (Volksbank Bielefeld-Gütersloh), Christian Stammschroer (Febrü Möbel), Christian Nüßer (Venjakob Maschinenbau) und Alexander Kostka (Kreishandwerkerschaft Gütersloh) berichtete er, welches neue innovative Projekt auf dem Gelände des Baubetriebshofes, also dicht zwischen Gartenschaupark und Naturschutzgebiet, entstehen soll. Auch Maschinenbau Kraft aus Mastholte und die Steuerberatungskanzlei Wortmann und Partner aus Rheda-Wiedenbrück sind mit im Boot.

Dabei sei der Neuland-Campus viel mehr sein als nur ein Gebäude. Dort soll eine Vielzahl an Büros und rund 200 Arbeitsplätzen, innovativer Besprechungsräume und Werkstätten entstehen, die unterschiedlichen Zielgruppen nutzen sollen: ortsansässige Bestandsunternehmen ebenso wie kreative Freiberufler, Startup-Unternehmen, Wirtschaftsförderer, Hochschulen und Investoren. Das Neuland-Campus-Team arbeite aktiv daran, Menschen zu verknüpfen; es unterstützt diese Menschen dabei, ihre Potenziale zu entfalten und Ideen zu verwirklichen. Interdisziplinäre Zusammenarbeit und flexible Arbeitsorganisation sind einige der Stichworte. „Wir erhoffen uns eine Menge kreativen Traffic“, so Christian Terhechte, Ideengeber und Geschäftsführer der Marketing-Agentur Neuland-Medien.

Stellvertretend für das Neuland-Campus-Team bedankte sich Alexander Kostka (Kreishandwerkerschaft Gütersloh) bei Bürgermeister Sunder, „dass Sie unser Ufo hier landen lassen“. Die Absprachen mit der Stadtverwaltung seien unkompliziert verlaufen, so dass – wenn alles glatt läuft – der Neubau Anfang 2024 bezugsfertig sein könne. Sunder gab den Dank zurück, erhofft er sich doch durch die Nähe zu Gartenschaupark, Kletterpark, Sportplatz, Schulzentrum, Cultura und Altstadt viele Synergieeffekte auch für die Stadt Rietberg.

  • In einem 50-minütigen Vortrag erläuterten Christian Terhechte, Nadine Kleymann, Christian Stammschroer, Christian Nüßer, Alexander Kostka und Andreas Sunder (von links) die Idee, die Motivation und die Vorzüge des Neuland-Campus. Foto: Stadt Rietberg
  • Bürgermeister Andreas Sunder erläuterte die Haushaltsplanung der Stadt Rietberg für das kommende Jahr. Foto: Stadt Rietberg
  • Beim Stehempfang im Foyer der Cultura konnten Gewerbetreibende im Stadtgebiet wieder persönlich Kontakte knüpfen und vertiefen. Foto: Stadt Rietberg