Diese Sportler können auch Handwerk

Die genannten Personen stehen in Selbstverteidigungspose im Trainingsraum. Im Hintergrund ist ein großer Wandspiegel zu sehen. Der Boden ist mit blau-roten Matten ausgelegt.
Sportlich geht´s zur Sache beim Taekwondoverein Mastholte: (von links) Christian Grewing (Zweiter Vorsitzender), Carolin Kleinehakenkamp (Kassiererin), Ulrich Vinnemeier (Vorsitzender), Dominik Bartels (Leiter der städtischen Abteilung Schule, Kultur und Sport) und Bürgermeister Andreas Sunder in den erweiterten Trainingsräumen. Foto: Stadt Rietberg

Besuch beim Taekwondoverein im Stadtteil Mastholte

Rietberg. Dass sie sportlich sind, das beweisen die Mitglieder des Taekwondovereins Mastholte schon seit 26 Jahren. So lange gibt es den Verein bereits. Jetzt haben sie gezeigt, dass sie durchaus auch handwerklich talentiert sind. In Eigenarbeit hat das Team rund um den Vorsitzenden Ulrich Vinnemeier seine Räume in der ehemaligen Mastholter Hauptschule zusammengelegt. Unter anderem war zu diesem Zweck ein Wanddurchbruch nötig.

„Das ist ein wunderbares Beispiel für eine unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Verein. Es ist beeindruckend, was hier innerhalb kürzester Zeit geleistet wurde“, betonte Bürgermeister Andreas Sunder jetzt bei einem Besuch vor Ort. Die Stadt Rietberg stellt dem Verein die Räume seit einigen Jahren gegen eine geringe Nutzungsgebühr zur Verfügung. Nach dem kleinen Umbau ist das Training nun in einem größeren Raum möglich – die Fläche umfasst drei frühere Klassenräume. Zwei waren bereits zusammengelegt worden. Um den dritten Raum zu integrieren, war der Durchbruch nötig. 

Taekwondo, das bedeutet Selbstverteidigung ohne Waffen. Und es bedeutet schweißtreibende Arbeit an der körperlichen Fitness. Beides wird in Mastholte praktiziert. Mehr als 180 Mitglieder, zwischen 5 und 60 Jahre alt, sind dem Verein treu. Vom Anfänger bis zum Profi ist jeder willkommen. Auf die Frage danach, welche Voraussetzungen man braucht, um Taekwondo zu betreiben, antwortet Ulrich Vinnemeier: „Am besten, es bereitet Spaß und Freude. Das ist das Wichtigste.“ 

Direkt neben dem Trainings-, Umkleide- und Aufenthaltsräumen befinden sich nur wenige Schritte den Flur entlang Unterkünfte für Flüchtlinge. Der Alltag hier funktioniere überwiegend reibungslos, berichtet der Vorsitzende. Einige der Flüchtlingskinder kämen auch mal zum Training. Bürgermeister Andreas Sunder: „Auch das ist ein schönes Beispiel dafür, wie ganz unterschiedliche Nutzungen in einem Gebäude wunderbar funktionieren können.“ 

Mehr über den Taekwondoverein gibt es auf der Vereinswebseite: www.taekwondo-mastholte.de