Künstlerische Förderung hat höchste Priorität

Sieben Frauen und ein Mann stehen - einen übergroßen Scheck haltend - nebeneinander vor einer Stange, auf der viele bunte Kleider hängen.
Sabine Praschan vom Personalrat der Stadt Rietberg (Dritte von rechts) brachte einen Scheck mit und besichtigte zusammen mit Kathi Masut, Hannah Henken, Michelle Ströhmeier, Paul-Leo Leenen, Marietta Stükerjürgen, Anna Merschbrock und Franka Oberdieck (von links) das neue Kostümlager der Jugend-Musical-Bühne. Foto: Stadt Rietberg

Städtische Mitarbeiter spenden für Jugend-Musical-Bühne

Rietberg. Für jeden Einzelnen sind es immer nur ein paar wenige Cent. Insgesamt kommt aber doch eine schöne Summe zusammen, über die sich regelmäßig ein örtlicher Verein freuen darf. In diesem Jahr ist es die Jugend-Musical-Bühne Rietberg, die die Cent-Spende der Stadtverwaltung Rietberg in Empfang nehmen durfte.

Ein Großteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung lassen Monat für Monat freiwillig ihre Verdienstabrechnung abrunden. Die Centbeträge hinter dem Komma werden addiert und ergeben jedes Jahr eine schöne Summe. Im Jahr 2025 kamen so 814,47 Euro zusammen. Einen Scheck mit dieser Summe überreichte nun Sabine Praschan als Vertreterin des Personalrats an die Aktiven der Jugend-Musical-Bühne (JMB) Rietberg. Vereins-Vorsitzender Paul-Leo Leenen nutzte die Gelegenheit, Sabine Praschan die aktuellen Lagerräume für die gesammelten Kostüme der vergangenen Aufführungen zu zeigen. Dabei wurde schnell deutlich, wie viel Arbeit die Aktiven neben den eigentlichen Musicalaufführungen, die sie jedes Jahr einstudieren, noch leisten.

Neben den aufwändigen Bühnenbildern, die oft bis zu sechs Meter hoch sind, müssen eben diese Utensilien, wie auch die Kostüme und Accessoires vernünftig eingelagert und beschriftet werden. Allein die mehr als 2000 Kostüme zu reinigen, mit Kleiderbügeln und Schutzfolien zu versehen und vernünftig sortiert auf meterlange Kleiderstangen zu hängen, macht eine Menge Arbeit. Und kostet eben auch Geld. Jüngst wurden neue Lagerräumlichkeiten in Mastholte angemietet. Viele Kostüme lassen sich schließlich in anderen Aufführungen erneut verwenden. Oder werden an andere Theatergruppen entliehen.

Höchste Priorität habe aber die künstlerische Förderung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, erläuterte Leenen. Deshalb arbeite die Jugend-Musical-Bühne mit einer professionellen Stimmbildnerin und einer Choreografin zusammen. Die Gesang- und Tanzstunden werden manchmal auch von der JMB gefördert, wenn sich nicht alle Akteure die Gebühren leisten können.

Daher ist die Spende der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herzlich willkommen. Aktuell basteln, nähen und proben die Aktiven der Jugend-Musical-Bühne für die Winter-Aufführungen von »Ghost – Nachricht von Sam«. Ende November/Anfang Dezember bringen sie die Liebesgeschichte nach dem zeitlosen Film-Klassiker als Musical auf die Cultura-Bühne. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.