
Sommerserie “Was macht eigentlich…” - ein Wirtschaftsförderer?
Rietberg. Einer Kommune geht es gut, wenn es der Wirtschaft gut geht. Diese einfache Formel kann Rüdiger Ropinski nur bestätigen. Denn seine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass heimische Unternehmen – wo immer möglich – von Seiten der Stadtverwaltung Unterstützung erhalten, um effektiv und produktiv arbeiten zu können. Rüdiger Ropinski ist in dieser Hinsicht der erste Ansprechpartner für die Betriebe: Seit etwa einem Jahr ist der 50-Jährige der Wirtschaftsförderer der Stadt Rietberg.
Ganz genau gesagt, hat er am 1. August 2025 die Leitung der Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Grundstücksmanagement zusätzlich zur Leitung der Abteilung Stadtentwicklung übernommen. „Das ergibt auch Sinn, denn viele Themen greifen ineinander“, sagt der gebürtige Mastholter, der seit dem 1. August 1992 bei der Stadt Rietberg beschäftigt ist, also auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken kann. „Das Hauptthema der Wirtschaft liegt heute darin, dass Flächen benötigt werden. Eine unserer Hauptaufgaben besteht also darin, Flächen bereitzustellen. Da gehen Wirtschaftsförderung, Grundstücksmanagement und Stadtentwicklung Hand in Hand. Das gehört einfach alles zusammen.“ Insgesamt zehn Mitarbeiter sind im Rathaus in den Abteilungen Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung aktiv, jeweils mit unterschiedlichem Stellenumfang. „Ein gutes Team“, betont der Stabsstellenleiter.
Eines der Themen, das Ropinski und seine Kollegen in jüngster Zeit besonders beschäftigt hat, war die soeben angelaufene Sanierung der ehemaligen Mülldeponie an der Mastholter Straße. „Wir sind froh, dass es dort jetzt weitergeht und dass die Firma Karl Brand, die sich dort niederlassen möchte, an ihren Plänen festgehalten hat“, freut sich der Wirtschaftsförderer über den Neuzugang. Wann genau das Unternehmen seinen Firmensitz nach Rietberg verlegt, steht noch nicht fest, denn nach der Sanierung muss zunächst noch der Bebauungsplan angepasst werden. Aber dass das Unternehmen kommt, ist klar.
Neben vielen anderen Themen haben Ropinski und sein Team schon seit mehreren Jahren die Entwicklung des interkommunalen Gewerbegebietes mit der Gemeinde Langenberg auf der Agenda. Die Umsetzung zieht sich hin. „Wir sprechen hier von 80 bis 100 Hektar Fläche, die müssen wir erstmal zusammenkaufen. Da braucht es viele Gespräche und auch viel Überzeugungskraft“, sagt Ropinski. „Wir haben natürlich auch mit Widerstand zu tun, denn ein Gewerbegebiet möchte niemand vor der eigenen Haustür haben, und die Landwirte verkaufen ihren Grund und Boden auch nicht einfach so.“ Für die heimische Wirtschaft ist es jedoch wichtig, sich entwickeln zu können, daher bleibt das Augenmerk fest auf die Entwicklung gerichtet. Wenn es nach dem Wirtschaftsförderer geht, könnten in 5 Jahren die Bagger rollen – getreu dem Motto „Was lange währt, wird endlich gut.“
Alles, was den heimischen Unternehmern auf der Seele liegt, können sie selbstverständlich jederzeit an Rüdiger Ropinski und sein Team herantragen. Zeit für persönliche Kontakte bietet auch das Wirtschaftsgespräch, zu dem die Stadt Rietberg einlädt. Auch, wenn es noch ein paar Wochen dauert, sei der Termin für das nächste Treffen dieser Art bereits verraten: Es findet am Donnerstag, 12. November, im Neuland-Campus statt.

